Posts mit dem Label Tat twam asi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tat twam asi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 14. Mai 2013

"WaterReflection" or "Form is Emptiness and Emptiness is Form"or "Crystal" or "Mirror"

"WaterReflection" or "Form is Emptiness and Emptiness is Form" or "Crystal" or "Mirror" by ░S░i░l░a░n░d░i░
"WaterReflection" or "Form is Emptiness and Emptiness is Form" or "Crystal" or "Mirror", a photo by ░S░i░l░a░n░d░i░ on Flickr.

[...] Where there is no form, there is no emptiness (Śūnyatā ), because emptiness is formless, it has no self, no individuality, and is therefore always connected to Form.

Form is emptiness and emptiness is Form. If emptiness would be something limited, something resisters end, something impure, in the sense that allows others to mingle with it, it would never with the form or in the form or appear as Form itself. It is like a mirror that is blank and nothing out of itself may reflect that mirrors but all that appears before you.

Emptiness is like a crystal, and crystal clear and transparent: it does not have its own colour, but can be any colour. [...]

Wo es keine Form gibt, gibt es auch keine Leere (sunyata), denn Leere ist Formlosigkeit, sie hat keine Selbstheit, keine Individualität, und ist daher immer mit Form verbunden Form ist Leere und Leere ist Form. Wenn Leere etwas Begrenztes wäre, etwas Widerstandleistendes, etwas Unreines, in dem Sinn, dass es anderen erlaubt, sich mit ihm zu vermischen, würde sie niemals mit der Form oder in der Form oder als Form selber erscheinen. Sie gleicht einem Spiegel, der leer ist und nichts aus sich selber spiegeln kann, der aber alles spiegelt, was vor einem erscheint. Leere gleicht einem Kristall, durch und durch glasklar und durchscheinend: er hat keine eigene Farbe, kann aber jede Farbe annehmen.


Source: D.T.Suzuki "Wesen und Sinn des Buddhismus" "Ur-Erfahrung und Ur-Wissen" - Hua-Yen-Philosophie Wikipedia: D. T. Suzuki

Wikipedia: Emptiness

Montag, 11. März 2013

Tat twam asi



Der spirituelle Mensch hängt von keinen Äußerlichkeiten ab.

Im Bad erkennt man den wahren Menschen“, wie die Kaiserin Wu der T’ang Dynastie einmal bemerkte, als sie buddhistische Mönche in ein Bad schickte.

Wenn man sich nicht vor den Blicken anderer verbergen kann, kommt man zu sich selbst, befreit von Unterscheiden und Unterscheidungen.

Wenn dies auch nicht abzulehnen, zu übersehen oder zu verneinen sind, so müssen wir, falls wir nach völliger Erleuchtung streben, früher oder später uns nackt vor einen geistigen Spiegel stellen, völlig nackt, ohne weltliche Titel, ohne besonderen Rang, ohne materielle Hilfen, jeder für sich und absolut allein: dann spricht Buddha zum Buddha, dann hat das Wort Gültigkeit: Ehe Abraham war, war ich“, und der Satz:

„Tat twam asi“ (Das bist Du).



Quelle: D.T.Suzuki "Wesen und Sinn des Buddhismus" "Ur-Erfahrung und Ur-Wissen" - Hua-Yen-Philosophie || Teil 1 || Kapitel: Die beiden Welten - Sinnenwelt und Welt des Geistes